»Freut Euch über ihn, hasst ihn, zerstört ihn und belebt ihn wieder« – könnte unser Anliegen von 2004 in einen Satz gefasst heißen – wobei am Anfang gar nicht so klar war, was da eigentlich zur Freude oder Zerstörung dienen sollte.
Wir wollten ein Projekt initiieren, an dem alle teilnehmen und Spaß haben können sollten, eines, das die Verschiedenheiten der Fachbereiche an unserer Hochschule überbrücken würde – ein tatsächlich interdisziplinäres Projekt schwebte uns vor. Der Schritt, damit dann eine auch darüber hinaus offene Einladung an Professoren, Mitarbeiter und Externe auszusprechen, war nicht mehr groß – dafür umso reizvoller. Wirklich jeder sollte an dem Projekt teilnehmen können, ohne Vorgaben und ohne Auswahl oder Begrenzung der Einreichungen.
Das Thema »Weihnachtsbaum« erschien uns passend, intuitiv mehr als geplant – jeder wusste, worum es ging, jeder hat eine Vorstellung von, Erinnerungen an und Assoziationen zu Weihnachtsbäumen. Zugleich schien das Bild des Weihnachtsbaums abstrakt genug, um es in beliebiger Manier und in verschiedenen Medien bearbeiten zu können – wir konnten Grafiker, Medienkünstler, Produktdesigner, Kunstwissenschaftler oder Szenografen einladen, da das Feld genug Raum für Texte, Bilder, Plakate, Klänge, Objekte und sonstiges Schaffen bot.
Wir wollten ein Projekt initiieren, an dem alle teilnehmen und Spaß haben können sollten, eines, das die Verschiedenheiten der Fachbereiche an unserer Hochschule überbrücken würde – ein tatsächlich interdisziplinäres Projekt schwebte uns vor. Der Schritt, damit dann eine auch darüber hinaus offene Einladung an Professoren, Mitarbeiter und Externe auszusprechen, war nicht mehr groß – dafür umso reizvoller. Wirklich jeder sollte an dem Projekt teilnehmen können, ohne Vorgaben und ohne Auswahl oder Begrenzung der Einreichungen.
Das Thema »Weihnachtsbaum« erschien uns passend, intuitiv mehr als geplant – jeder wusste, worum es ging, jeder hat eine Vorstellung von, Erinnerungen an und Assoziationen zu Weihnachtsbäumen. Zugleich schien das Bild des Weihnachtsbaums abstrakt genug, um es in beliebiger Manier und in verschiedenen Medien bearbeiten zu können – wir konnten Grafiker, Medienkünstler, Produktdesigner, Kunstwissenschaftler oder Szenografen einladen, da das Feld genug Raum für Texte, Bilder, Plakate, Klänge, Objekte und sonstiges Schaffen bot.
Wie gut die Thematik tatsächlich sein sollte, wurde uns selbst erst mit den Jahren klar: es findet sich schwerlich ein anderes Objekt, das das Nebeneinander des einerseits so Speziellen, des eindeutigen und verbreiteten Bilds – einem in grüne Nadeln, (rote) Kugeln und (weiße) Kerzen gewandeten Kegel – und des andererseits so viel Allgemeinen implizierenden Symbols so treffend verkörpert wie der Weihnachtsbaum: Er ist heidnisch und christlich, er steht im Super- und auf dem Weihnachtsmarkt, steht für Fruchtbarkeit und Kommerz, im Wohnzimmer und auf dem Marktplatz – in Stockholm und Kapstadt, Miami und Peking – und bietet aus verschiedensten Positionen und Blickwinkeln entsprechend unterschiedliche Gesichter.
Dass dieser Baum in all den religiösen, profankulturellen, kommerziellen, formalen, historischen, familiären, sozialen uns sonstigen Böden Wurzeln schlagen konnte und aus all diesen doch zu einer so eindeutigen und unverwechselbar immergrünen Ikone wuchs, scheint den Teilnehmern so viele Ansatzpunkte zu Idealisierung, Ironisierung, Kritik, Collage, Persiflage, Hinterfragung, Überzeichnung, Verballhornung oder sonstiger Gestaltung zu bieten.
»Die besten Ausstellungen sind oft die, die sich selbst nicht zu ernst nehmen« – titelte die Zeitschrift Wallpaper auf Ihrer Website mit unseren Bäumen im vergangenen Jahr – und traf damit die Nadel auf den Kopf: die Ausstellung soll Spaß machen, jeder soll ausstellen dürfen was er will und worauf er Lust hat, darf dabei viel denken, oder auch nicht, viel arbeiten, oder auch nicht. Und so darf es auch weitergehen.
Dass dieser Baum in all den religiösen, profankulturellen, kommerziellen, formalen, historischen, familiären, sozialen uns sonstigen Böden Wurzeln schlagen konnte und aus all diesen doch zu einer so eindeutigen und unverwechselbar immergrünen Ikone wuchs, scheint den Teilnehmern so viele Ansatzpunkte zu Idealisierung, Ironisierung, Kritik, Collage, Persiflage, Hinterfragung, Überzeichnung, Verballhornung oder sonstiger Gestaltung zu bieten.
»Die besten Ausstellungen sind oft die, die sich selbst nicht zu ernst nehmen« – titelte die Zeitschrift Wallpaper auf Ihrer Website mit unseren Bäumen im vergangenen Jahr – und traf damit die Nadel auf den Kopf: die Ausstellung soll Spaß machen, jeder soll ausstellen dürfen was er will und worauf er Lust hat, darf dabei viel denken, oder auch nicht, viel arbeiten, oder auch nicht. Und so darf es auch weitergehen.
